Blogeintrag: Berlins schönste Mittagspause in der Philharmonie
Heute mache ich mich zum zweiten Mal in meiner Mittagspause auf den Weg zur Berliner Philharmonie. Jeden Mittwoch zwischen September und Juni kann man hier mittags kostenlos ein etwa 45-minütiges Konzert hören, meist gespielt von jungen Philharmonikerinnen oder Musikerinnen aus dem erweiterten Umfeld des Orchesters. Der Saal ist jedes Mal gut gefüllt ist. Menschen mit Kaffeebechern, Notizbüchern oder noch halb im Arbeitsmodus nehmen Platz, lassen den Alltag für einen Moment hinter sich und hören einfach zu. Vielleicht ist es genau diese kurze Unterbrechung, die den Reiz ausmacht.
Natürlich ist es ebenso wichtig, Kultur als zahlender Gast zu unterstützen. Auch das habe ich getan: Im Januar habe ich mir Bodies von und mit Kat Frankie in der Philharmonie angehört. Ein außergewöhnliches A-cappella-Konzert, reduziert auf Stimmen, Körper und Präsenz. Kaum ein anderes Konzerterlebnis hat mich in letzter Zeit so berührt und gleichzeitig begeistert.
Beide Formate – das kostenlose Mittagskonzert und der abendliche Konzertbesuch – zeigen, wie zugänglich und vielfältig Kultur sein kann, wenn man ihr Raum gibt. Für die Seele, für den Kopf und manchmal auch einfach für die beste Mittagspause, die ich mir vorstellen kann.