Blogeintrag: Ein Hauch von Mexiko in Charlottenburg
Kürzlich schlug ich mich durch den eisigen Januar in Berlin nach Westen. Genauer gesagt nach Charlottenburg. Hungrig und leicht gehetzt. Wir hatten einen Tisch im neuen Restaurant Comedor reserviert. Schon beim Eintreten nur freundliche Gesichter, entspannte Stimmung im Gastraum und köstliche Gerüche.
Wir nahmen im kobaltblau gestrichenen Separee Platz und bestellten einfach zu Siebt die ganze Karte hoch und runter. Sharing is caring! Was dann in schneller Abfolge an erfreulichen Tellern zum Teilen serviert wurde, war ein echtes Gaumenvergnügen. Mole, Patatas, Kaktus, Tacos – alles frisch, präzise abgeschmeckt und lecker. Jede Komponente passte, nichts wirkte überladen oder beliebig.
Mit dem in Deutschland so häufig anzutreffenden Tex-Mex-Food aus Nachos mit geschmolzenem Käse hat diese Küche rein gar nichts zu tun. Stattdessen erzählt sie von Herkunft, Handwerk und außergewöhnliche Frsiche. Die Balance zwischen sauer, schwarf und süß passte hervorragend. So macht (viel) essen Spaß, weil man zwar langsam satt wird, aber trotz allem nichts Schweres im Magen liegt.
Und das Beste auch Vegetarier:innen kommen hier voll auf ihre Kosten – ohne das Gefühl, nur mitgedacht zu sein. Und selbst der Dry January lässt sich stilvoll begehen, etwa mit einer erstaunlich guten Virgin Mezcalita, rauchig, komplex udn alkoholfrei. Nach dieser kleinen Reise nach Südamerika ist das kalte, graue Berlin Im Jnauar zwar ein kleiner Schock, aber die gute Laune hält den ganzen Nachhauseweg an. Hasta luego!