Blogeintrag: Machen ist wie wollen - nur krasser!
Hier möchte ich in unregelmäßigen Abständen völlig subjektive Texte schreiben über eine spannende Initiative, einen beeindruckenden Film oder ein leckeres Restaurant. Mal sehen, ob es klappt…
Nach den ersten motivierten Wochen ist der Blog einige Monate sträflich von mir mißachtet worden - auch weil das Leben und die Bezahlarbeit dazwischenkam. Aber gegen Ende des Jahres habe ich mich mal wieder darauf besonnen hier ab und zu etwas zu teilen. Wie meine Gedanken über den Reisenden der im kommenden Jahr nach fast 30 Jahren unterwegs ankommen wird. Ihm ist es gelungen - unter teils lebensgefährlichen Bedingungen zu Fuß die Welt zu umrunden. Weltreisende haben mich schon immer begeistert und dieser ist eben noch etwas spezieller als andere.
Karl Bushby ist seit 1998 unterwegs. Da habe ich gerade meine Zwischenprüfung an der Uni abgelegt und war das allererste Mal in meiner Lieblingstadt New York. Karl Bushby lief mit 29 Jahren los und durchquerte mehr als 30 Länder zu Fuß. Seine Mutter ist mittlerweile 75 Jahre alt und wartet sehnsüchtig auf ihn.
Besonders spektakulär war seine Überquerung über die gefrorene Behringstraße. Immer wieder betont er, wie hilfsbereit, freundlich und neugierig die Menschen waren, denen er unterwegs begegnet ist. Ähnlich kann man es in meiner Lieblings-Dokumentation WEIT von 2017 miterleben. Dort begleitet man als Zuschauer das Paar Gwendolin und Patrick zu Fuß mit dem Zelt um die Welt auf ihrer dreijährigen Reise. Sie durchqueren Regionen, die man heute leider nicht mehr bereisen kann und sie werden unterwegs in Mexiko sogar Eltern ihres ersten Kindes. Mich beeindruckt jedes Mal wie vorurteilsfrei und nur mit Hilfe ein paar Wörter, Gesten oder Lieder sie sich überall auf der Welt verständigen und wie herzlich die Menschen sind.
Zwei unterschiedliche Geschichten über grenzenlose Humanität und Gastfreundschaft, die einfach gut tun in schwierigen Zeiten, wo manchmal die Nachrichten vergessen lassen, wie schön die Welt ist.